• Interview mit den Geschäftsführern

    Ein Blick auf die Marke HARRESKIND

    Was kann die neue Marke, was will sie, was kann sie leisten? Im Interview stehen die drei Geschäftsführer der Firmen, die die Marke HARRESKIND tragen, Rede und Antwort. Lesen Sie, welche Rolle Begriffe wie Zukunft, Handel 4.0, Lean und Kaizen spielen und wie Kunden letztlich durch die neue Marke proftieren.

     

    Früher gab es die Ladenbauspezialisten HARRES Metall-design und OTTOKIND. Daraus ist HARRESKIND geworden. Was ändert das aus der Sicht der Kunden?



    Herr Cordes: Dem Kunden stehen jetzt die gebündelte Kompetenz und Leistungsfähigkeit beider Unternehmen zur Verfügung. Das Beste aus beiden Häusern – strategisch optimierte, auf Zukunft ausgerichtete Leistungen.

    Herr Lehmann: Aus 1 und 1 mach 3. Aus zwei Spielern, die im Mittelfeld des Marktes der Ladeneinrichter für den LEH unterwegs waren, wird ein neuer leistungsfähiger Spieler mit dem Anspruch, zu den Top 3 der LEH-Ladeneinrichter zu gehören.

    Herr Schneppendahl: Die Ansprechpartner bleiben und ergänzen sich. Die Sortimente ergänzen sich. Zudem kommen nun neue Mitarbeiter zu HARRESKIND. In einzelnen Gesprächen mit Bewerbern merken wir, dass wir noch attraktiver für gute Talente sind. Davon können unsere Kunden nur profitieren. Wir werden in naher Zukunft unseren Vertrieb nochmal verstärken. Das gute Gewohnte plus das neue Zielstrebige kann für unsere Kunden nur von Vorteil sein.

    Tiefes Verstehen ist der HARRESKIND Markenkern. In welchem Verhältnis stehen Kundenorientierung und das von Ihnen propagierte Tiefe Verstehen?



    Herr Cordes: Wirkliche Kundenorientierung kann erst durch ein tiefes Verstehen der Anforderungen des Kunden entstehen. Und erst durch ein tiefes Durchdringen der zukünftigen Anforderungen der Kunden in allen Facetten kann eine aus der Kundensicht erfolgreiche Gestaltung unseres Auftrages erfolgen. Das heißt, wir machen es uns nicht leicht, wir wollen auch mit Kunden disputieren und wirklich erkennen, was der Kunde in der Zukunft braucht.

    Herr Lehmann: Wir sind der Überzeugung, dass wir unseren Kunden rund um das Thema Regal mehr bieten müssen. Regalierung ist unsere Eintrittskarte in den Dialog. Darauf aufbauend werden wir mit unseren Leistungen und Lösungen dem Kunden mehr bieten. Von der Planung, Visualisierung, Produktion über Logistik bis zu weiterführenden Dienstleistungen rund um den Point of Sale (POS). Wir wollen tief in die Prozessketten des Kunden eindringen, diese verstehen und daraus gemeinsam mit dem Kunden Lösungen ableiten.

    Herr Schneppendahl: Letztendlich geht der Trend weg vom regulären Produkt hin zu Lösungen. Unser Standortvorteil ist, nicht nur ein Regal zu bieten und einen Preis dahinter zu schreiben. Bei uns bekommt der Kunde DIE Lösung, die ihm einen deutlichen Mehrwert bringt. Die Nähe zum Kunden werden wir zukünftig weiter und noch viel tiefer ausleben. Gemeinsam zu den richtigen Lösungen zu kommen, das ist das Ziel und dafür werden wir das tiefe Verstehen einsetzen.

    Sie haben sich als Marke einen anspruchsvollen Claim gegeben: Zukunft einrichten. Wie werden Sie dem in diesem Claim formulierten Anspruch gerecht?



    Herr Cordes: Aus dem tiefen Verstehen des Kunden und dessen zukünftiger Orientierung heraus können wir über unsere Erfahrungen und unser Vorausdenken letztlich Kundenanforderungen bestmöglich umsetzen.

    Herr Schneppendahl: Zukunft einrichten steht für einen kontinuierlichen Prozess. Zukunft beginnt nach jeder Sekunde neu. Dem stellen wir uns, indem wir nicht nur ein Sortiment hinstellen, das dann für die nächsten 20 Jahre unverändert bleibt. Durch das tiefe Verstehen entwickeln wir zukunftsfähige Lösungen für unsere Kunden im In- und Ausland. Internationale Märkte sind auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Weil Märkte einander folgen, kennen wir die kommenden Bedürfnisse oft schon durch unsere internationale Aufstellung und den Blick über den Tellerrand.

    Herr Lehmann: Zukunft einrichten bedeutet, dass wir gemeinsam mit dem Kunden über Ideen, über Dialog und über ein gemeinschaftliches Verständnis die Zukunft gestalten. Der Claim drückt aus, dass wir verstanden haben, dass unsere zukünftige Welt eine digitale sein wird. Dahingehend antizipieren wir das zukünftige Einrichten und leiten Lösungen für das Geschäft unserer Kunden ab. Wir haben nicht immer das fertige Produkt, aber wir sind bereit, mit dem Kunden gemeinsam Lösungen für eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln.

    Lean- und Kaizenmanagement sind Methoden und Instrumente, die der HARRESKIND Eigentümer NWI mitbringt. Wie setzen Sie die konkret um und wo liegen die Vorteile?



    Herr Lehmann: Die Begriffe stehen dem japanischen Ursprung nach für eine vollkommene Kundenorientierung. Für ein Hinterfragen, was der Kunde wirklich möchte. Was erwartet er von mir? Für welche Wertschöpfung ist er bereit zu zahlen? Es ist sehr wichtig, dies genau zu verstehen und in den teilweise jahrzehntelang bestehenden Prozessen nach Verschwendung zu suchen. Und zwar nach Verschwendung, die nicht auf Kundennutzen ausgerichtet ist. Auch die interne Kundenorientierung wird zum Unternehmensleitbild. Weitere Themen sind  Durchlaufzeiten und kontinuierliche Verbesserung. Kurze Durchlaufzeiten zum Beispiel machen aus meiner Sicht den eigentlichen Unterschied im Markt. HARRESKIND konzentriert sich auf Kundennutzen und richtet die internen Prozesse entsprechend aus. Die konsequente Verfolgung der Lean- und Kaizen-Philosophie ermöglicht uns das.

    Herr Schneppendahl: Lean und Kaizen sind die DNA von NWI, unserem Inhaber. NWI lebt das. Wir haben durch den Eigentümer das große Glück, dass in Innovationen und neue Automatisierungen und Produktlinien investiert wird. Dadurch können wir effizientere und schnellere Prozesse gestalten. Das ist eine Anforderung des Kunden – schneller reagieren zu können, schneller Lösungen zu bieten. Dazu setzen wir auf beschleunigte Prozesse, durch die wir schneller agieren und einen höheren Kundennutzen erreichen können.

    Herr Cordes: Wenn wir dem Kunden durch unsere Leistungen wirkliche Wertschöpfung ermöglichen wollen, müssen wir in den eigenen Häusern, in den eigenen Werken, in dem eigenen Arbeiten beginnen. Wir haben an unsere Arbeit zum Kunden hin den gleichen Anspruch, wie an unserer Arbeit nach Innen hin. Beides muss durchgängig sein. Das heißt, das, was wir dem Kunden versprechen, leben wir mit voller Überzeugung in den eigenen Werken nach Innen hin.

    Was glauben Sie sind die Zukunftstrends des LEH und wie werden Sie mit HARRESKIND diesen Ladeneinrichtungstrends gerecht?



    Herr Schneppendahl: Letztendlich sind wir in der Entwicklung und vernetzten Trends des Handels 4.0. Im Prozess der Digitalisierung ermöglichen wir dem Handel mit unseren Produkten die zukunftsgerechte Umsetzung von Themen wie Customer Journey und Customer Experience. Dadurch können wir mit unseren Lösungen für den stationären Handel wichtiges Bindeglied zwischen Endkunden und unseren Kunden sein.

    Herr Cordes: Die Zukunftstrends zeigen sich rund um die Vernetzung aller Komponenten am POS. Der Hardware, also unseren bisherigen Einrichtungen, der Software und der Vernetzung mit den Prozessketten des Handels und den Zulieferern des Handels. Ich spreche hier von Efficient Consumer Response. Das heißt, die Geschäftsprozesse zwischen Industrie und Handel mit Ausrichtung auf den Konsumenten zu optimieren.

    Herr Lehmann: Für mich ist das Schlagwort Handel 4.0. Das Annehmen einer digitalen Welt, die mit vielen Veränderungen auch auf den stationären Handel zukommt. Insbesondere in den nächsten Jahren werden wir es schaffen müssen, im LEH den Onlinehandel mit dem klassischen Handel zu vernetzen. Hier werden wir gemeinsam LEH-Geschäftsmodelle erschließen, die eine langfristige Zukunft sichern. Hier bieten wir bereits jetzt, das werden wir auch auf der EuroShop zeigen, Lösungen, Visionen und Studien für die Zukunft.

     

     

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